Sie bleiben, weil mit Ihrer Wirbelsäule etwas passiert, sobald Sie sich hinlegen.
Ihr Spinalkanal ist der Tunnel, durch den die Nerven vom unteren Rücken bis in die Beine laufen.
Bei einer Stenose ist dieser Tunnel über die Jahre enger geworden, durch Arthrose, Verschleiß oder einen Bandscheibenvorfall.
Was Ihnen bisher niemand gesagt hat:
Wie weit dieser Tunnel ist, hängt von Ihrer Haltung ab.
Wenn Sie sich nach vorne beugen, wird er weiter.
Wenn Sie gerade stehen oder flach auf dem Rücken liegen, wird er enger.
Deshalb tut es immer gut, sich nach vorne zu beugen.
Über den Einkaufswagen, über die Küchenarbeitsplatte.
Tagsüber weiß Ihr Körper, wie er sich schützt.
Wenn Stehen wehtut, setzen Sie sich. Wenn Gehen wehtut, stützen Sie sich irgendwo ab.
Doch sobald Sie sich nachts flach hinlegen, wird der Tunnel eng. Und er bleibt stundenlang eng.
Ärzte nennen das den stillen Würgegriff. Der Fachbegriff lautet nächtliche Wirbelsäulenkompression.
Sie bekommen davon nichts mit. Jede Nacht.
Wenn Sie aufwachen, sind Ihre Nerven vom stundenlangen Druck gereizt und geschwollen.
Daher kommt die quälende Steifheit am Morgen. Deshalb brauchen Sie den Türrahmen, um überhaupt in Gang zu kommen.
Und deshalb hört jede Behandlung, die Sie versucht haben, irgendwann auf zu wirken.
“Statt die Kompression nachts zu verhindern, haben wir versucht, Nerven zu heilen, die jede Nacht aufs Neue gequetscht werden”, erklärt Dr. Weber.